Wir achten auf Ratenparität.
Bei Buchung über unsere Webseite sind folgende Leistungen inclusive:

Sie Lieben es in der Gastronomie zu arbeiten und verstehen sich als Botschafter unserer Region.....
18.01.2010 08:19
GRIT MOCCI
Es gibt sie noch, die guten Gastronomen. Die ihrem Berufsstand alle Ehre machen und den Gast nicht unanständig zur Geldvermehrung missbrauchen; die mit Respekt und Verantwortungssinn auf die schmackhafteste Art Aufklärungsarbeit leisten, was mit einer Einschränkung beginnt: der selbst verordneten Restriktion auf frische regionale und saisonale Lebensmittel im besten Sinne des Wortes, wobei sich der Einsatz von Tiefkühlkost, Billigfleisch und Fritteuse selbstredend verbietet.
Dass uns in nicht allzu ferner Zukunft gar keine andere Wahl bleiben wird, als uns auf das zu besinnen, was zwar nicht direkt vor der Haustür, aber doch an der Stadtgrenze wächst, soll hier nicht agitatorisch diskutiert werden. Die Tatsache, dass wir auf der Suche nach eigentlich etwas ganz anderem im weltweiten Netz auf diese Perle heimischer Gastlichkeit stießen und für den ersten Restaurantbesuch mit kritischem Hintergrund des Jahres 2010 erwählten, werten wir in diesem Zusammenhang als gutes Omen. Das lässt doch irgendwie hoffen und optimistisch auf Kommendes blicken. Anlass für diese Wohlgestimmtheit geben Carola Neumann und Sebastian Günther und die von ihnen seit einem knappen Jahr geführte Restauration Goldenes Fass in Meißen. Die Restaurantfachfrau und der Architekt verwandelten das 1829 rechtselbig erbaute Weinbauernhaus in ein adrettes Restaurant, wo sie das sympathische Konzept einer "Heimatkunde zum Anbeißen" verfolgen.
Da kann der geneigte Gast beim Studium der Speisekarte nicht nur in Vorfreude auf Meißner Vesperplatte mit rohem Schinken vom Meißner Schwein, hausgeräuchertem Käse und einer Auswahl von Blut- und Leberwurst vom Biohof Vorwerk Podemus schwelgen, sondern erfährt auch ganz nebenbei, was es mit dem Meißner Schwein, der Liegauer Streuobstwiese oder der Roten Laura auf sich hat. Vor allem verliert sich die Herkunft der Produkte, die wir uns schließlich einverleiben, nicht in der Anonymität von Großmärkten. Vielmehr bekommt man Namen und Adressen jener Bauern, die man bei Interesse sogar auf ihren biologischdynamischen Höfen in Mahlitzsch oder Podemus besuchen kann.
Gegessen haben wir dann auch und zwar ein zimtig angehauchtes Rotkohlsüppchen mit gehackten Maronen und eine herrlich sämige Kartoffelsuppe mit Speckkrusteln, gefolgt von saftigen Schweinemedaillons im Speckmantel mit gekräuterten Schwarzwurzeln und geschwenkten Rote-Beete-Kartoffeln von der Roten Laura und einer Portweinjus sowie ein schön rosa gebratenes Entrecote vom Biohof Vorwerk Podemus mit hausgemachter Lavendelbutter mit gebratenen Steinchampignons und Bratkartoffeln, süß gekrönt von einem hausgemachten Apfelstrudel von der Liegauer Streuobstwiese mit Vanille- Schokospiegel.
Bei all der Euphorie ob der genossenen Speisen und trefflichen Weine aus dem Hause Hanke und Schloss Proschwitz dürfen wir jedoch nicht vergessen, die freundliche Dame vom Service zu erwähnen, die hinreißend fürsorglich der Kategorie Kinderfreundlichkeit ungeahnte Dimensionen eröffnete. Ihr sei an dieser Stelle nochmals ausdrücklich gedankt, dass wir uns Medaillons und Entrecote widmen durften, während der kleine Sohn auf ihrem Arm die Küche inspizierte.
sz.plusz@dd-v.de
11.07.2011 17:38 von Sebastian Günther (Kommentare: 0)
18.01.2010 08:19 von Sebastian Günther (Kommentare: 0)
04.11.2009 19:36 von Sebastian Günther (Kommentare: 0)